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Die Vorgeschichte

Unser altes Motorboot war doch inzwischen ganz schön in die Jahre gekommen und deswegen dem harten Einsatz als Sicherungsboot für Regatten und Ausbildungsboot auf Dauer nicht mehr recht gewachsen. Nach eingehender Prüfung erging deswegen der Beschluß, ein neues Motorboot zu beschaffen. Robust sollte es sein, notfalls auch mal einen Knuff aushalten, langlebig, genug Platz bieten, um mehrere Regatta-Tonnen auf einmal auszufahren.

Es sollte Sicherheitsreserven bieten, weil es ja nicht einfach in den nächsten Hafen flüchten darf, wenn es als Sicherungsboot einer Regatta unterwegs ist und ein heftiges Gewitter aufzieht.
Solche Boote baut die Firma Wagenhäuser in Schäftlarn! Auch andere Segelclubs am Starnberger See und die Wasserwacht setzen deren Boote ein.

Die Bauphase

Am 12. Februar ging es dann los mit dem Bau, auf diesem Bild ist der Rumpf noch umgedreht. Man sieht schön die Schlingerleisten am Boden, damit man hinterher vernünftige Kurven fahren kann statt hilflos quer dahinzutreiben.
Wenn man sich ein Boot bauen läßt, dann hat das den Vorteil, daß man weit gehenden Einfluß nehmen kann. Wie lang soll das Ding werden, wo soll der Fahrstand hin, wo sollen Backskisten und wo Sitzbänke hin und vieles mehr. Eine wahre Schönheit wird das zwar nicht, aber robust und langlebig. Und wir wollten es ja so haben, die Vorgaben stammen von unsererm ersten Vorstand, Christian Michel: Länge 5,50 m, Breite 2,10 m, der Bug sollte ein Prahmsteven werden. Und das ganze aus Aluminium, bitte! Genau das richtige als "Arbeitstier" für uns.

umgedrehter Rumpf

Blick in die noch offene Bilge Drei Wochen lang war unser 1. Vorstand Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei der Firma Wagenhäuser und hat die Entstehung des Bootes begleitet, und die Firma Wagenhäuser hat alle Wünsche erfüllt. Über 1.000 km hat er mit der Hin- und Herfahrerei zwischen München und Schäftlarn runtergespult, und unser Geschäftsstellenleiter Klaus Michel hat den Werdegang mit dem Fotoapparat dokumentiert. Dafür gebührt beiden unserer besonderer Dank!
Hier sieht man deutlich die Spanten und Stringer, auf denen dann der Boden des Bootes aufliegt. Die Konstruktion und Ausführung macht doch einen sehr vertrauenerweckenden Eindruck, auf dem Deck kann man hinterher vermutlich einen Elefanten transportieren, wenn es denn sein muß.
Die Bodenplatten bilden mit dem Zwischenraum unten bei den Spanten und Stringern übrigens einen wasserdichten Hohlraum, so daß das ganze Boot unsinkbar wird. Das wird den Mut der Besatzung bei etwa auftretenden brenzligen Situationen vermutlich steigern, denke ich.
Inzwischen ist der Boden eingezogen und der Fahrstand wird eingebaut. Das Rohr an der Oberkante der Bordwand dürfte auch einen noch nicht perfekten Anlegeversuch bei der Schulung zum Motorbootführerschein gewachsen sein.

 

Einbau des Fahrstandes
Transport des Rohbaus