Nahende Termine

01.08.2017 19:00:00 -
Seglerhock im Haderner Augustiner

 

WeissbierDer Seglerhock ist umgezogen in den Haderner Augustiner, das ist hier. Der ist gut per U6 Großhadern zu erreichen, der Metro-Bus 56 hält da auch, ab Pasing. Und es gibt Parkplätze! Hier ist ein Lageplan.

Wenn es was gibt, was besprochen werden sollte stellt das Thema bitte kurz im Forum vor. Weil das im geschlossenen, nur für Mitglieder sichtbaren Bereich steht muss man sich dazu aber erst anmelden.

05.08.2017 12:00:00 - 05.08.2017 17:00:00
gemeinsames Jollensegeln

Unser gemeinsames Jollensegeln.

Es wird immer mindestens ein Segler aus der Regattagruppe vor Ort sein, der euch auch gerne in Dinge wie Spinnaker oder Boote einweist.

12.08.2017 08:00:00 - 26.08.2017 17:00:00
Törn rnud Schottland

Es geht rund Schottland von Westschottland (Loch Gairlogh) via Orkneys und Inverness durch den Kaledonian Kanal zurück nach Südwestschottland. (Adrossan).

15.08.2017 - 15.08.2017
FSV (Feldafing): YSt-Regatta

[Mariä Himmelfahrt] Langstreckenregatta (Yst. + SM)

Törn Tyrrhenisches Meer (25.10. - 1.11.2014)

Bericht von der Medea

Immer hart am WindUm es langsam angehen zu lassen, legten wir am ersten Tag zunächst früh um 5:00 Uhr ab, um einen kürzeren Schlag von 80 sm nach Camerota zu segeln. Wir staunten nicht schlecht, als Michael noch mehr oder weniger im Haupthafen Segel setzen ließ. Unser Frühstück genossen wir beim Sonnenaufgang über dem Vesuv auf der einen und Capri auf der anderen Seite.

Die Sonne geht auf!Bei zunächst gemächlichem Wind ging es dann weiter Richtung Süden. Erst durch die Sonnenschüsse unseres voraussegelnden Schwesterschiffs kündigte sich eine recht steife Brise durch Fallwinde von der Küste her an. Gegen Abend erreichten wir, ohne auch nur ein einziges Segelmanöver gefahren zu sein, Camerota. Michael vertraute seiner Crew dabei zutiefst, sodass Manöver wie Reffen und Ausreffen auf Amwindkurs und Segel setzen (wenn der Wind passte, schon in den Hafenausfahrten) auch ohne vorherige Übung kein Problem für uns waren.

Die Krängung sorgt für lustige Perspektiven!Am nächsten Morgen brachen wir dann in Richtung Stromboli auf. Wieder auf dem gleichen uns mittlerweile von gestern sehr vertrauten Steuerbordbug segelten wir genau 180 Grad gen Stromboli. Tatsächlich konnten wir, wie Michael ausgerechnet hatte, den Stromboli bereits in 60 sm Entfernung an der Kimm ausmachen, zunächst als winzig kleinen Punkt. Je dunkler es wurde, desto mehr konnte man dann auch das rötliche Leuchten der Lava erkennen. So navigierten wir den ganzen Tag über bis in den späten Abend hinein auf Sicht. Erhöht wurde die Spannung durch zwei thermische Gewitterfronten, die sich um uns herum aufbauten, eine an der italienischen Küste, eine an unserer Steuerbordseite.

Auf dem Rückweg von Stromboli: Die Müdigkeit steckt uns allen ein bisschen in den KnochenSo peilten wir fleißig Blitze, behielten das Barometer im Auge und beobachteten den Wind. Trotz Gewittern erreichten wir unbehelligt Punkt Mitternacht Stromboli. Dort fuhren wir dann nach 160 sm zum ersten Mal auf diesem Törn Segelmanöver (eine Wende, eine Halse und einen Beilieger) und bewunderten die Lavaströme, die beständig ins Meer flossen. Nach kurzer Zeit allerdings machten wir uns wieder auf den Heimweg, da das Gewitter nun doch näher kam. Zusammen mit der glühenden Lava wirkten die zahlreichen Blitze um uns herum fast wie das Tor zur Hölle.

Nach dem Gewitter: Die See hat sich noch nicht ganz beruhigt Maratea, ein malerischer Ort!Es gelang uns die ganze Nacht über, zwar den Wind der Gewitterfront auszunutzen, jedoch nie in sie hineinzugeraten. Und so segelten wir die Nacht durch, mal abgesehen von der doch recht nahen Begegnung mit einem Frachter, ereignislos. In der von den Auswirkungen des Gewitters aufgewühlten See erreichten wir am späten Nachmittag Maratea. In diesem wunderschönen kleinen Hafenstädtchen gingen wir abends alle gemeinsam Essen.

SegelidylleAm nächsten Morgen brachen wir auf, um wieder Richtung Norden zu segeln. Der ursprüngliche Plan sah vor, uns einen Hafen zu suchen, um von dort aus nach Capri weiter zu segeln. Während wir unterwegs waren, meinte Michael (zunächst mehr aus Jux), wir könnten in der nächsten Nacht ja auch ankern. Allerdings fand die gesamte Crew den Vorschlag super, und auch vom Schwesterschiff blieb die erwartete Gegenwehr aus, sodass wir uns eine ruhige Bucht zum Ankern suchten. Dort lagen wir zunächst im Päckchen, badeten im Mittelmeer und genossen unseren Sundowner, bevor wir unsere Boote für die Nacht wieder trennten.

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt...Tags darauf ging es dann weiter Richtung Capri. Wir machten einen kleinen Umweg vorbei an Amalfi. Dort begegneten wir unmittelbar vor der Küste einem Wal. Unser Schwesterschiff musste sogar ausweichen, um nicht mit dem Riesentier zu kollidieren. Am Abend erreichten wir dann den Hafen von Capri.

Frühstück an BordAm nächsten Morgen gönnten wir uns ein Frühstück auf dem Marktplatz von Capri. Danach machten wir uns nach einem Abstecher zur "Blauen Grotte" auf den Rückweg nach Neapel. Nach einem letzten gemütlichen gemeinsamen Abend an Bord brachen wir dann schweren Herzens wieder zum Flughafen auf.

Mit einer spitzenmäßigen Crew und einem klasse Boot hatten wir eine wunderbare Zeit auf dem Tyrrhenischen Meer, fuhren in dieser Woche 370 sm mit einem fantastischen Segelschnitt von etwas mehr als Dreiviertel der Meilen, und ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, ich denke gern an die Woche zurück. Ich freue mich auf eine Wiederholung!

Die Bilder stehen in unserer Galerie. Es dürfen gerne noch mehr werden. Da die Galerie aber im geschlossenen, nur für Mitglieder sichtbaren Bereich steht muss man sich zuerst anmelden.

Crew: Andreas, Bettina, Jürgen, Michael, Steffi, Tobias, Verena
Text: Steffi
Bilder:  Steffi, Andreas