Nahende Termine

27.10.2018 10:00:00 - 27.10.2018 17:00:00
Einwintern der Jollen

Am Samstag, den 27.10 werden wir die Jollen einwintern. Mit genug fleißigen Händen ist das ganze wie immer schnell vorbei.

06.11.2018 19:00:00 -
Seglerhock im ???

 

WeissbierDer Seglerhock ist ... ???

Das Gasthaus Laim hat leider zu gemacht, deswegen brauchen wir eine neue Location!

Wenn es was gibt, was besprochen werden sollte stellt das Thema bitte kurz im Forum vor. Weil das im geschlossenen, nur für Mitglieder sichtbaren Bereich steht muss man sich dazu aber erst anmelden.

Bericht der "Amun Re" vom Kroatien-Törn 2011

Segeln in Kroatien :-)Zum SGM-Herbsttörn des Jahres 2011 haben sich wieder mal zwei Boote zusammen gefunden, es waren insgesamt 9 Personen. Hier ist der Bericht vom Hans Heinz, dem Co-Skipper der "Amun Re":

Bekannt, gewohnt und immer wieder erstrebenswert: Kroatiens Küstengewässer! Die Berichte über die Törns mögen sich ähneln - jedoch hat jeder Törn seine Eigenheiten. Sie erscheinen vielleicht manchmal zu individuell um sie nachempfinden zu können, doch bringen sie die Würze in die Partie. Da sie fast immer aus einer speziellen Situation heraus entstehen - vor allem die flotten Sprüche - sind sie später im Bericht nicht leicht zu vermitteln.
Zum Törn, der Reihe nach:

Samstag, 17.09.2011

Beide Crews trafen sich pünktlich an den vereinbarten Zustiegspunkten in München. Wir fuhren mit einem Ford Transit und einem PKW, beide von „Stattauto“, in die bekannte ACY – Marina Veruda (Pula; Kroatien).

Die Amun Re, eine Gib'Sea 43:
Plan der Amun Re
Länge 12,83 m
Breite 4,26 m
Tiefgang 1,70 m
Verdrängung 10,3 t
Großsegel 38 m2
Roll-Genua 90 m2
Motor 42/56 kW/PS
Diesel 250 l
Wasser 570 l
Die Crew der Amun Re:
Skipper Fritz Dettloff

Co-Skipper, Taucher

Hans Heinz
Deckshand, Purser Matthias Zeitler
Smut, Ankerfachwirt Wolfgang Hoffmann

Um 16.00 Uhr machten wir bei viel Sonne und Wärme in der weitläufigen Marina Veruda „fest“. Es folgten in unkomplizierter Weise die obligatorischen Aktivitäten wie Übernahme der Schiffe, Einweisung in deren Technik und ihrer Bedienung, die Erledigung des Bürokrams und zuletzt das Einräumen. Welch ein großzügiges Platzangebot! 4 Mann in 4 Kammern! Auf der IN plus VII (das ist wirklich ein Name!) mussten sich 2 Leute eine Kabine teilen. Trotzdem gab es reichlich Platz.

Ich hatte auf Amun Re die Kabine mit den beiden Stockbetten im Vorschiff, gegenüber dem WC. Auf der oberen Bank lagen sauber aufgeschossen und übersichtlich aneinander gereiht 8 Feststoff-Rettungswesten, die durchaus „zumutbar“ (also auch bei leichtem Wetter) anzulegen waren, weil sie wenig auftragend über dem Ölzeug getragen werden konnten. Allerdings hatten sie zwar einen mit einem Sicherheitshaken befestigten Lifebelt, der aber aus nur 2 Enden bestand und zum Einpicken nur ein stabiles Profilblech als Schließe hatte. Nicht schlecht - aber es gibt Besseres. Ich hatte schon mit Vorbedacht meinen eigenen Gurt mitgebracht (mit 3 Enden und „Bergsteiger“–Sicherheitskarabinerhaken). Auch Fritz hatte sein eigenes Geschirr dabei.

Skipper Fritz und sein Co HansNach dem Einchecken trafen wir uns, wie die meisten Yachties, im Restaurant der Marina, wo man auf einer großen überdachten Terrasse an einem langen Tisch angenehm sitzt. Die mediterrane Küche war zwar nicht Kroatien-spezifisch (Mangold, Reis, Calamares, Sepia, Garnelen u.a.), aber die Gerichte waren gut zubereitet, die Preise noch zivil.

Alle waren bei überschwänglicher Laune; der Wein der Region förderte das Loslassen vom Alltag.

 

Die IN plus VII, eine Bavaria 42:
Plan der In plus VII
Länge 13,05 m
Breite 3,95 m
Tiefgang 1,95 m
Verdrängung 8,4 t
Großsegel 38/45 m2
Roll-Genua 62 m2
Motor 37/50 kW/PS
Diesel 230 l
Wasser 360 l
Die Crew der IN plus VII:
Skipper Michael Grossmann
Co-Skipper Stefan Lodde
Funkerin, Deckshand Tatjana Proske
Deckshand, Smut Christoph Heidelck
Navigator, Taucher Dr. Dirk Kairies

Bewundernswert Tatjana, die mit Esprit dabei war, obwohl sie eine lange Nacht voll Arbeit an einem termingebundenen Projekt hinter sich hatte.

 

Ein Wort zur Bordkasse: Sie war von Anfang an so angelegt, dass alles - auch jeder Restaurantbesuch - aus ihr bezahlt wurde. Eine Restaurant-Rechnung bekommt man immer als eine Summe für den ganzen Tisch, und die enthält einfach nur Zahlen, sie ist nicht detailliert aufgeschlüsselt. Um uns die Erbsenzählerei des Auseinanderklaubens zu ersparen, teilten wir einfach je zur Hälfte auf beide Boote auf. Im Hinblick auf unseren Durst und unsere Konsumgewohnheiten war das fair. (Später haben wir für das zweite Auto noch etwas nachzahlen müssen.). Und schon kursierte der erste blöde Spruch: „Wer viel trinkt, säuft billig!“ Will heißen, die „Rendite“ steigt, wenn man kräftig einlitert... Doch unser Konsens gebot uns, dass es bei diesem Bellen blieb und keiner die Situation für sich ausnutzte. War allerdings auch kaum anders möglich, da alle in etwa gleich wenig oder gleich viel vertrugen...

In der ausgelassenen Runde fällt ein Farbklecks auf: Stefans orange/weiß quergestreiftes T-Shirt, siehe Bild Es werden Assoziationen wach zu dem gestreiften Goldfisch „Nemo“ in dem bekannten Walt-Disney-Film! Fortan hieß Stefan nur noch „Nemo“. Wenn man etwas tiefer in´s Glas geschaut hat, freut man sich halt über solche Kindereien - und Nemo trägt´s mit Humor - will er doch den Kindern die Freude nicht verderben!

Überhaupt: Es gab nie Differenzen! Beide Skipper mussten nie ihre Autorität herauskehren. Jedes Vorgehen war ohnehin so gut fachlich fundiert, dass es von der Crew nicht in Frage gestellt wurde. Lässliche Sünden wie unseemännische Knoten oder die Wiederholung eines missglückten Ankermanövers sind in Anbetracht der seglerischen Biographien und der ungewohnten Größe der Schiffe verzeihlich. Man kann nicht im Vorhinein einzelne unvorhergesehene Situationen üben, sondern nur Erfahrung darüber sammeln, wie man damit umgeht.

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